Zum Jahreswechsel auf Pyrotechnik verzichten

Feuerwerke haben es in sich: Das Leuchten am Himmel oder den Knall „bezahlen“ wir mit belasteter Atemluft, mit Lärm, mit Abfällen und Verletzungen. Die Marktgemeinde Götzis hat sich deshalb entschieden auch in diesem Jahr keine Ausnahmegenehmigung für Feuerwerke zum Jahreswechsel zu erteilen.
Zum Jahreswechsel auf Pyrotechnik verzichten

Auch wenn es in Österreich kein flächendeckendes Verbot von Feuerwerken wie beispielsweise in den Niederlanden gibt: Wir haben es selbst in der Hand – schonen wir Mensch, Tier, Umwelt und Klima mit dem Verzicht auf das Silvesterfeuerwerk.

Atemluft schützen. Am Neujahrstag ist unsere Luft vielerorts so stark mit Feinstaub belastet wie sonst nie im Jahr. An fast allen städtischen Messstellen in Vorarlberg werden die Grenzwerte massiv überschritten wird. Diese Belastung hält oft für mehrere Tage an.

Gehör schonen. Böller sind bis zu 170 Dezibel laut, die menschliche Schmerzgrenze liegt bei 130 Dezibel. Sekundenbruchteile reichen aus, um das Gehör zu schädigen. Zum Vergleich: Zwei Meter neben einem Presslufthammer misst man rund 100 Dezibel.

Verletzungen vermeiden. Rund 200 Menschen werden in Österreich jedes Jahr so schwer durch Feuerwerkskörper verletzt, dass sie ins Krankenhaus müssen. Die häufigsten Diagnosen: offene Wunden und Verbrennungen.

Gifte reduzieren. Feuerwerke bringen Strontium, Arsen, Blei, Selen und Cäsium in Luft, Boden und Wasser. Etliches davon ist hochgiftig.

Abfall vermeiden. Feuerwerke verursachen Tonnen an Abfällen, vieles landet in der freien Natur. Der Eintrag von Plastik und anderen Abfällen die Umwelt verursacht große ökologische Schäden.

Ärgernis vermeiden. Es werden nicht nur Menschen verletzt, sondern Feuerwerke richten auch Sachschäden an Fahrzeugen und Gebäuden an. Haustiere reagieren verängstigt und für Wildtiere sind sie eine wirkliche Gefahr.

 

Gehen wir gemeinsam neue Wege, die für uns, für unsere Umwelt und für unser Klima besser sind und begehen wir den Jahreswechsel mit viel Zuversicht für das neue Jahr 2022 und verzichten auf die Pyrotechnik.

 

Christian Loacker, Bürgermeister

 



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