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Mach dich sichtbar im Straßenverkehr

In der dunklen Jahreszeit steigern schlechte Witterungs- und Sichtverhältnisse das Risiko für Verkehrsunfälle. Besonders gefährdet sind junge Verkehrsteilnehmer, die mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind.
Mach dich sichtbar im Straßenverkehr

Sie werden von Autofahrer oftmals zu spät wahrgenommen. Land Vorarlberg, Kuratorium für Verkehrssicherheit, ÖAMTC, Polizei, Radlobby Vorarlberg, der Radfachhandel und Sicheres Vorarlberg starten daher im Herbst 2021 gemeinsam die Kampagne „SicherLicht“ und initiieren eine Kreativwettbewerb für Kinder und Jugendliche.

„Zwischen 2016 und 2020 sind 3.890 Kinder und Jugendliche auf Vorarlbergs Straßen verunglückt. In 1.270 Fällen spielten schlechte Sicht und Dunkelheit eine Rolle“, erklärte Mobilitätslandesrat Johannes Rauch und betont: „Jeder einzelne dieser Unfälle ist einer zu viel!“ Entscheidend für mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer sind gut beleuchtete Straßen, Aufmerksamkeit und Konzentration der Autofahrer. Wichtig ist aber auch, dass gerade die schwächsten Verkehrsteilnehmer im Dunkeln sichtbar sind. Aktuelle Beobachtungen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) zeigen: Jedes vierte Kind ist zu dunkel gekleidet, informierte Martin Pfanner vom KfV: „Und je älter ein Kind wird, desto weniger ist es mit Reflektoren ausgestattet.“ Diese können jedoch mitunter lebenswichtig sein – Pfanner: „Wer sich sichtbar kleidet, reduziert das Risiko eines Unfalles um fast 50 Prozent.“ Fußgänger oder Radfahrer mit reflektierender Kleidung sind bei Abblendlicht von Autofahrer bereits aus 140 Meter Entfernung deutlich zu erkennen, dunkel gekleidet hingegen erst aus 20 bis 30 Metern.

„Mit der Kampagne ‚SicherLicht‘ wollen wir Bewusstsein dafür wecken, wie wichtig es ist, sich sichtbar zu machen, und im Besonderen über die richtige Beleuchtung und Bekleidung für Radfahrerinnen und Radfahrer informieren“, betonte Landesrat Rauch.

So viel Licht ist Pflicht beim Fahrrad

Fahrräder benötigen laut Straßenverkehrsordnung (StVO) eine umfangreiche Beleuchtung. Vorne müssen die Scheinwerfer weiß sein und dürfen nicht blinken. Hinten sind rote Scheinwerfer erlaubt, die auch blinken dürfen. „Praktisch sind fest verbaute Lichter mit Nabendynamo, weil diese nicht vergessen werden können“, sagte Anna Schwerzler-Nigg, Fahrradbeauftragte des Landes Vorarlberg. Alternativ können Stecklichter am Fahrrad angebracht werden. Eine Stirnlampe gilt nicht als Fahrradbeleuchtung. „Das ist oftmals nicht bekannt“, warnt Anna Schwerzler-Nigg. Darüber hinaus schreibt die StVO Rückstrahler (vorne weiß und hinten rot), jeweils zwei gelbe Katzenaugen (alternativ Speichenreflektoren oder Reflektorstreifen am Rad) sowie Pedalreflektoren vor.

Kampagne und Wettbewerb

Während Kindergarten- und Volksschulkinder noch gerne Warnwesten oder reflektierende Schärpen tragen, nimmt diese Bereitschaft bei den über 10-Jährigen deutlich ab. „Wir laden daher Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren ein, uns zu zeigen, wie man sich auf kreative und coole Art und Weise sichtbar machen kann“, sagte Schwerzler-Nigg. Zur Verfügung stehen 10.000 reflektierende „SicherLicht“-Bänder, die ideenreich eingesetzt werden können: als Schnürsenkel, als Haarschmuck, als Applikation auf der Kleidung – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. 

Die Leuchtbänder können ab sofort im Bürgerservice abgeholt werden! Von 1. Oktober bis 30. November können Fotos oder Videos der eigenen Ideen auf www.vorarlberg.at/sicherlicht eingereicht werden. Eine Jury prämiert die besten Einreichungen Anfang Dezember. Am Wettbewerb teilnehmen können sowohl Gruppen als auch Einzelpersonen. Begleitet wird die Kampagne „SicherLicht“ mit Plakaten, Flyern, Online-Werbung sowie einem Radiospot. Hauptpreis des Kreativwettbewerbs „SicherLicht“ ist ein professioneller Videodreh mit der besten eingereichten Idee. 

Alle Informationen zum Wettbewerb „SicherLicht“.

 

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