„Leben am Bach“: Götzis erstellt Plan für Quartiersentwicklung

Bewohner und Eigentümer bei Auftaktveranstaltung in Kulturbühne AMBACH über Serviceleistungen der Markgemeinde informiert.
„Leben am Bach“: Götzis erstellt Plan für Quartiersentwicklung

Mit einer Informationsveranstaltung in der Kulturbühne AMBACH fiel kürzlich der Startschuss für die Quartiersentwicklung „Leben am Bach“. Im Gebiet zwischen Jonas-Schlössle, Kulturbühne, Alter Kirche und dem früheren Feuerwehrhaus der Marktgemeinde Götzis liegt viel Entwicklungspotenzial. Da Projektideen wie zum Beispiel auf dem Wilhelm-Mayer-Areal immer konkreter werden, hat sich die Marktgemeinde Götzis entschlossen, Möglichkeiten für die künftige Entwicklung des Quartiers professionell ausarbeiten zu lassen. „Die Gemeinde möchte den Bewohnerinnen und Bewohner sowie den Eigentümern im Bereich Am Bach den Service bieten, Ideen und Wünsche für die Zukunft des Quartiers einbringen zu können“, erklärte Bürgermeister Christian Loacker bei der Auftaktveranstaltung. Wichtig sei, dass natürlich niemand zur Bebauung oder dem Verkauf von Liegenschaften gedrängt werden soll. „Wer aber über Verwertungen in naher Zukunft nachdenkt, bekommt bei diesen Überlegungen professionelle Unterstützung durch die Mitarbeiter des Beratungsunternehmens CIMA“, so Loacker weiter. Im Projektgebiet „Am Bach“ leben derzeit 231 Menschen in 95 Haushalten. Zudem sind 48 Betriebe im Gebiet angesiedelt. Davon sind 25 Dienstleister, 20 Einzelhandelsbetriebe und drei Gastro-Unternehmen.  

Rund 60 Interessierte Bewohner des Projektgebiets nahmen an der Auftaktveranstaltung teil. Ziele der Quartiersentwicklung „Am Bach“ sind:

  • Fundierte Analyse der Ausgangslage, insbesondere der ortsbaulichen Qualität sowie der Immobilienpotenziale.
  • Auslotung der Verbesserungswünsche und Intentionen der Hausbesitzer und Bewohner des Quartiers
  • (kostenlose) Hilfestellung für interessierte Hausbesitzer zur optimierten Verwertung und Entwicklung ihrer Objekte.
  • „Einordnung“ bestehender Planungen und Projekte in eine möglichst optimierte Quartiersentwicklung
  • Entwicklung von zielgerichteten Maßnahmen für eine weitere Attraktivierung des Quartiers.

 

Roland Murauer und Melanie Schwarz vom Beratungsunternehmen CIMA informierten bei der Auftaktveranstaltung aber nicht nur über die Ausgangslage der Quartiersstudie. Sie stellten den Besucherinnen und Besuchern auch Fragen nach den Besonderheiten und Wünschen für eine künftige Entwicklung. Die Antworten waren vielfältig: So wurde das Gebiet als Kulturzentrum, mit einem relativ geringen Verkehrsaufkommen beschrieben. Der Branchenmix an kleinen Geschäften soll nach Ansicht der Teilnehmer erhalten bleiben, um so den Charakter des Ortsteils nicht zu verlieren. Eine Lösung der Parkplatzsituation während der großen Veranstaltungen in der Kulturbühne war ein weiterer wichtiger Wunsch.

Als weiterer Schritt werden nun die Bewohner des Ortsteils per Post einen Fragebogen zugesendet bekommen und Mitarbeiter von CIMA werden Gespräche mit den Akteuren im Quartier führen. Wenn von den Eigentümern gewünscht werden Begehungen von Objekten und Immobilien durchgeführt. Bis Mai 2018 soll aus den Ergebnissen ein Grobverwertungsszenario und eine Quartierskonzeption erstellt werden. „Wir möchten alle Interessierten einladen diesen kostenlosen Service der Marktgemeinde ganz unverbindlich in Anspruch zu nehmen“, betonte Bürgermeister Loacker zum Abschluss der ersten Veranstaltung im Rahmen der Quartiersentwicklung „Leben am Bach“.

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