Götzis setzt auf Strom aus erneuerbarer Energie

Die e5-Marktgemeinde Götzis bezieht seit Jahresbeginn 100 Prozent erneuerbare Energie aus österreichischen Wasserkraftwerken für all ihre gemeindeeigenen Gebäude.
Götzis setzt auf Strom aus erneuerbarer Energie

Durch den Umstieg  auf den TÜV-zertifizierten Ökostrom kann eine beträchtliche Reduktion der Treibhausgasemissionen erreicht werden. Somit leistet die Gemeinde einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Der gesamte Stromverbrauch aller kommunalen Gebäude liegt in Götzis bei rund 2,5 Gigawattstunden im Jahr. Das entspricht in etwa dem Verbrauch von 625 Einfamilienhäuser, wenn hier der durchschnittliche jährliche Stromverbrauch für einen 4-Personen-Hauhalt mit rund 4.000 Kilowattstunden angenommen wird. Zu den Großverbrauchern in Götzis zählten etwa die Straßenbeleuchtung und das Haus der Generationen, die jeweils rund 23 Prozent der Gesamtenergie verbrauchen. Rund 9 Prozent des Gesamtstromverbrauchs entfallen auf alle Schulen und Kindergräten. Um den Status einer e5-Gemeinde mit der höchsten Auszeichnung weiterhin aufrecht zu erhalten ist die Gemeindeverwaltung gefordert, laufend Maßnahmen im Bereich Klimaschutz und Energieeffizienz zu setzen. Mit dem Umstieg auf Ökostrom können große Mengen an CO2-Emissionen eingespart werden. Die Marktgemeinde setzt damit einen wichtigen Schritt Richtung Energieautonomie Vorarlberg sowie zur Erreichung der internationalen Klimaziele.

Die Sonnenkraft als weitere erneuerbare Energiequelle

Neben dem Bezug an erneuerbarer Energie aus Wasserkraft wird bereits auf mehreren gemeindeeigenen Dächern Strom aus Sonnenenergie produziert. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Feuerwehrhauses mit einer Leistung von rund 100 Kilowatt-Peak ist ein landesweites Vorzeigeprojekt. Damit sich auch die Götzner Bürger bei diesem Projekt einbringen konnten, wurde eine Bürgerbeteiligungsaktion umgesetzt. Der Gesamtertrag aller fünf kommunalen PV-Anlagen (Mittelschule, Sportanlage Mösle, Volksschule Blattur, Feuerwehrhaus, Kulturbühne AMBACH) lag im Jahr 2020 bei rund 190.000 Kilowattstunden. Durch die Umstellung aller Anlagen von Voll- auf Überschusseinspeisung im Jahr 2019 werden nun rund 70 Prozent der aus der Sonne produzierten Energie im Gebäude selbst verbraucht.

Fördermöglichkeiten für Privatpersonen im Bereich erneuerbare Energien

Ob Bund, Land oder Gemeinden: Viele Investitionen in Energieeffizienz oder erneuerbare Energieträger wird mit großer Wahrscheinlichkeit finanziell unterstützt. Die e5-Martkgemeinde Götzis sowie das Land Vorarlberg fördern beispielsweise die Errichtung von Biomasseheizanlagen oder Solaranlagen. Der Bund fördert die Errichtung von PV-Anlagen bis 50 Kilowattpeak oder aber erneut der Umstieg von fossil betriebenen Raumheizungen auf nachhaltige Heizungssysteme („Raus aus Öl und Gas“). Nähere Details und Fragen rund um die aktuelle Fördersituation werden gerne am Energietelefon des Energieinstituts Vorarlberg, werktags von 08:30 bis 12:00 Uhr unter 05572 / 31 202-112 oder per E-Mail unter energieberatung@energieinstitut.at beantwortet. 

 

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