Generationenwechsel in der Kathi-Lampert-Schule

Gerhart Hofer, der Gründer und langjährige Direktor der Schule für Sozialbetreuungsberufe in Götzis, geht mit 30. September 2020 in Pension. Nachfolger ist Christoph Schindegger.
Generationenwechsel in der Kathi-Lampert-Schule

30 Jahre lang war Gerhart Hofer Direktor der Kathi-Lampert-Schule für Sozialbetreuungsberufe in Götzis. Im Mai 1990 bekam er vom privaten Schulträger, dem Werk der Frohbotschaft Batschuns und der Landesregierung den Auftrag ein neues Konzept für eine 3-jährige Berufsausbildung aufzubauen. Die Betreuung von Menschen mit Behinderungen sollte auch in Österreich von pädagogisch wie pflegerisch qualifiziertem Personal übernommen werden. Damals hieß die Schule noch „Lehranstalt für Heilpädagogische Berufe“ und war im Vorarlberger Wirtschaftspark angesiedelt. Mittlerweile ist die Schule im Haus der Bildung am Garnmarkt. 200 erwachsene, großteils berufstätige Studierende in 14 Klassen werden von 43 Lehrpersonen unterrichtet.

Gerhart Hofers Anliegen war es eine zeitgemäße und personenorientierte Berufsausbildung anzubieten, damit Menschen mit Behinderung die Art von Begleitung und Betreuung erhalten, die sie brauchen. Mehr als zehn Jahre war er Vorsitzender der „Association of Care Educators in Europe“. Auch in Österreich hat Gerhart Hofer besondere Akzente in der Sozialberufsbildung gesetzt. 25 Jahre war er im Vorstand des Schulleitervereins DIVOS.

Engagement gegen das Vergessen und für Inklusion

In Vorarlberg wurde Gerhart Hofer bekannt durch sein großes Engagement gegen das Vergessen der Euthanasieopfer. Mehr als dreihundert Vorarlberginnen und Vorarlberger mit so genannter geistiger Behinderung wurden von den Nazis als nicht lebenswert angesehen und von 1940 - 1945 systematisch umgebracht. Eine von ihnen war Katharina Lampert. Im Jahr 2006 wurde die Schule deshalb auf Initiative des Direktors zur Kathi-Lampert-Schule für Sozialbetreuungsberufe umbenannt.

Neuer Direktor Christoph Schindegger

Nachfolger von Gerhart Hofer als Schulleiter wird sein Mitarbeiter Christoph Schindegger, mit dem er 22 Jahre zusammenarbeitete. Christoph Schindegger ist Soziologe und Politikwissenschafter. Das Amt des Direktors übernimmt er am 1. Oktober 2020. Er ist 49 Jahre alt, verheiratet und Vater von drei Kindern.

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