Gemeinsam gegen Hochwasser und Überflutungen

Hochwasserschutz ist ein Dauerthema: Auch die Marktgemeinde Götzis arbeitet aktuell mit Experten und Interessensvertretern daran. In den nächsten Wochen werden Vermessungen und Bodenerkundungen durchgeführt, die Grundlagen beisteuern.
Gemeinsam gegen Hochwasser und Überflutungen

Starkregen und Unwetter sorgen derzeit in Vorarlberg und in weiten Teilen Österreichs und der Welt für Überflutungen und Dauereinsätze der Hilfsorganisationen. In Götzis waren es zum Glück im Vergleich kleine Ereignisse.

Am 2. September 2017 ist der Kaltbrunnenbach im Bereich Mazda Maier über die Ufer getreten und hat das Firmengelände samt Gebäude unter Wasser gesetzt. Der Seblebach, der nur bei stärkerem Regen überhaupt sichtbar ist, hat mit Geschiebe und Laub ein Einlaufbauwerk verstopft und ist übergelaufen. Für diese Stellen und auch für andere Bereiche sind effiziente Hochwasserschutzmaßnahmen nötig. Die Gemeinde ist mit der Abteilung Wasserwirtschaft beim Amt der Vorarlberger Landesregierung in Kontakt, um hier rasch Lösungen umzusetzen.


Hochwasserschutz gemeinsam umsetzen

Auf regionaler Ebene ist Hochwasserschutz auch bei der Überarbeitung des Katastrophenschutzplans ein Thema: Mit Hilfe von Überflutungsplänen werden mögliche Folgen eines Hochwassers abgeschätzt. Die Ergebnisse sind Grundlage für effiziente Verbesserungen. Auch in Götzis können laut den ersten Ergebnissen im Hochwasserfall Ortsteile unter Wasser stehen. Aktuell hat der Gemeindevorstand den Auftrag erteilt, verschiedene Grundlagen zu erarbeiten. Dafür sind auch verschiedene Vermessungs- und Bodenerkundungsarbeiten vorgesehen. Die Marktgemeinde arbeitet beim Hochwasserschutz eng mit dem Land Vorarlberg, dem Ministerium, mit Experten und mit Interessensvertretern zusammen. Lösungsvorschläge werden gemeinsam erarbeitet und umgesetzt, Informationen dazu folgen.


Hochwasserschutz als Generationenthema

Götzis ist schon seit Jahrhunderten mit dem Thema Hochwasser konfrontiert. Speziell um 1900 verwüstete der Emmebach nach starken Regenfällen sein eigenes Bachbett und riss tiefe Wassergräben in die umliegende Landschaft. Die Gemeinde reagierte und ließ das Bachbett im Ortsgebiet mit schweren Bruchsteinen auskleiden. Eine Investition, die sich vor allem 1910, beim nächsten Hochwasser bezahlt machte. Das Jahrhundert-Hochwasser im Jahr 2000 und die Bilder der Verwüstung sind wohl noch vielen in Erinnerung. Der Blick zurück zeigt, dass der nachhaltige Schutz vor Hochwasser ein permanentes Thema ist, das entsprechende Aufmerksamkeit braucht – auch wenn gerade nichts passiert.


Kostenlose Beratung zum Schwerpunkt Starkregen und Hochwasser

Wegen der zunehmenden Schäden durch Starkregen und Hochwasser haben die Versicherungswirtschaft, das Land Vorarlberg und der Landesfeuerwehrverband eine eigene Beratungsstelle für Naturgefahren eingerichtet. Interessierte können sich unter der Telefonnummer 05522/3510-0 für einen kostenlosen Beratungstermin vor Ort anmelden. Ein Experte gibt dann bei einem Lokalaugenschein praktische Vorsorge-Vorschläge, wie Risiken in Bezug auf Hochwasser und Starkregen reduziert werden können.

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