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Forstarbeiten unter der Ruine Montfort

Nach den Arbeiten der Götzner Förster im Bereich Kalkofen beginnen am Montag, 25. Februar, notwendige Fällarbeiten unter der Ruine Montfort.
Forstarbeiten unter der Ruine Montfort

Das Eschentriebsterben und der Borkenkäfer haben dem Wald unter der Ruine Montfort stark zugesetzt. Kranke und abgestorbene Bäume werden ein immer größeres Sicherheitsrisiko. Aus diesem Grund hat die Götzner Forstabteilung bei der Bezirkshauptmannschaft Feldkirch um eine Fällungsbewilligung für die rund 0,5 Hektar große Fläche unter der Ruine Montfort angesucht. Eine sorgfältige Prüfung ergab, dass das Borkenkäferschadholz, dürre Ulmen und Fichten sowie durch das Eschentriebsterben umsturzgefährdete Eschen entfernt werden müssen. Durch die Aufarbeitung des Schadholzes wird der Restbestand auf dem steilen Hang derart destabilisiert, dass auch diese restlichen Bäume aus Sicherheitsgründen (talseitig gelegene Wohnobjekte, Burgweg) geschlägert werden müssen. „Wir sind uns bewusst, dass diese Forstarbeiten sichtbare Spuren im Ortsbild hinterlassen werden, die Sicherheit hat in diesem Fall aber oberste Priorität“, betont Bürgermeister Christian Loacker. Man werde aber alles daran setzen, die Fläche rasch wieder aufzuforsten. So ist geplant rund 600 Bergahorn, 300 Spitzahorn, 200 Stileichen, 200 Eiben, 200 Lärchen und 100 Tannen im Frühjahr zu Pflanzen. Zum Schutz vor Steinschlag werden die Stöcke der gefällten Bäume im Hang belassen. Die Stöcke bleiben rund 80 Zentimeter hoch stehen und werden entrindet.

Die Fortarbeiten sollen planmäßig bis 8. März abgeschlossen werden. In dieser Zeit muss der Burgweg gesperrt werden. Die Zufahrt für Anrainer ist von der Montfortstraße und der Wiedengasse möglich.

Das Eschentriebsterben

Das Eschentriebsterben ist ein bedauerliches Beispiel einer schwerwiegenden Baumkrankheit, die von einem eingeschleppten Krankheitserreger hervorgerufen wird. Verursacht wird die Erkrankung von einem kleinen Schlauchpilz, dem Falschen Weißen Stengelbecherchen (Hymenoscyphus pseudoalbidus).

Das Eschentriebsterben verursacht ungewöhnlich viele Krankheitserscheinungen, wobei das Absterben von Trieben, Zweigen und Ästen am auffälligsten ist. Bei näherer Untersuchung fallen lang gestreckte, abgegrenzte, häufig auch eingesenkte, braun verfärbte Bereiche abgestorbener Rinde auf. Unterhalb der abgestorbenen Rinde ist das Holz braun bis grau verfärbt. Wenn Triebe im Frühjahr und Sommer absterben, sieht man auch welkende, schlaff herunterhängende Blätter.

 

Eschen jeden Alters, vom Sämling bis zum Altbaum, sowohl in Aufforstungen als auch in Naturverjüngungen, Bäume im Wald und im städtischen Grün, sind von der Krankheit betroffen. Besonders schwer erkrankt sind Eschen auf Standorten mit hohen Niederschlägen und mit feuchten Böden. Die Krankheit kann jüngere Bäume (bis zirka 40 Jahre) innerhalb weniger Jahre zum Absterben bringen. Auch ein Absterben älterer Eschen wird mitunter beobachtet, wobei an stark geschwächten Altbäumen zumeist andere Schadfaktoren, beispielsweise der Hallimasch-Befall, dazukommen. Auch wenn Eschen nicht absterben, werden sie durch die Krankheit geschwächt und stellen ein Sicherheitsrisiko dar.

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