Diesseits trifft Jenseits – Studentenprojekt zum Friedhof Erlach

Studenten der Universität Liechtenstein zeigen Möglichkeiten für künftige Friedhofsgestaltung.
Diesseits trifft Jenseits – Studentenprojekt zum Friedhof Erlach

Gesellschaftliche Entwicklungen gehen auch am Umgang mit Sterben und Tod nicht vorbei. War insbesondere in Vorarlberg vor noch nicht allzu langer Zeit die Urnenbestattung eine Ausnahme, so ist sie heute das dominierende Begräbnisritual. Mehr als 75 Prozent der Vorarlberger entscheiden sich für eine Feuerbestattung. Diese Entwicklung hat auch Auswirkungen auf die Gestaltung der Friedhöfe. So wurden in Götzis nachträglich Urnenwände in die Friedhofsanlage Erlach integriert. Nachdem die Entwicklung aber weitergeht, entgeht dem aufmerksamen Friedhofsbesucher nicht, dass immer mehr Gräber nach kürzerer Zeit aufgelassen werden. Auch der Wunsch nach mehr Aufenthaltsqualität wird immer wieder laut. Darauf will die Marktgemeinde als Besitzer bzw. Betreiber der Friedhöfe reagieren.

Durch den frei werdenden Raum, bieten sich auch neue Möglichkeiten der Nutzung eines Gräberfeldes. In diesem Zusammenhang entstand eine Kooperation mit der Universität Liechtenstein. Die Marktgemeinde Götzis ist Auftraggeber des ergebnisoffenen Projekts. 16 Studenten setzten sich zusammen mit Studienleiter Architekt Hugo Dworzak mit der Thematik der Friedhofsgestaltung auseinander. Entstanden sind 16 Projekte, die derzeit in der Pfarrkirche St. Ulrich ausgestellt sind.

Bei der Ausstellungseröffnung am Aschermittwoch präsentierten die Studenten, Katharina Bitschnau, Kerstin Thurnher und der Götzner Maximilian Zwickl ihre Arbeiten. So unterschiedlich die einzelnen Ideen auch sind, einiges war dann doch bei den meisten ähnlich. Der Friedhof soll nicht mehr nur als Ruhestätte der Toten, sondern auch als Begegnungszone der Lebenden wahrgenommen werden.

Pfarrer Rainer Büchel und Bürgermeister Christian Loacker bedankten sich bei den Studenten der Architekturklasse für ihren Einsatz. „Ich danke allen Beteiligten – insbesondere den Studentinnen und Studenten - für diese wertvolle Arbeit, die für die Marktgemeinde Götzis zugleich auch den Startschuss für die Überlegungen zur zukünftigen Ausgestaltung unserer Friedhöfe bildet“, so Bürgermeister Loacker. Die Ausstellung in der Götzner Pfarrkirche ist bis Mitte April zugänglich.

 

Dieter Jüngling, Bürgermeister Christan Loacker, Hubert Dworzak, Pfarrer Rainer Büchel

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