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Hoch- und Niedermoore

Ein Lebensraum für Spezialisten.
Moore binden klimaschädliches CO2, sind Lebensraum für hochspezialisierte Arten, speichern Wasser und mildern Hochwasserspitzen – intakte Moore haben eine herausragende Bedeutung für den Naturhaushalt. Viele Moore sind heute aber entwässert und können diese wichtigen Funktionen nicht mehr wahrnehmen.

 

Moore sind Lebensräume, in denen aufgrund des vorhandenen Wassers ganz spezielle Bedingungen herrschen. Kurz gesagt: ohne Wasser gäbe es keine Moore. Denn Moore entstehen überall dort, wo das Wasser den Sauerstoff vom Boden fernhält, wodurch Pflanzenreste nicht zersetzt werden können. Zu finden ist dieser feuchte bis nasse Lebensraum in feuchten, regenreichen Regionen mit gemäßigtem und subpolarem Klimaten.

Es wird nach drei Moortypen unterschieden: In Niedermooren stehen die Pflanzen und Tiere im Austausch mit dem Grundwasser und sind deshalb reich an Pflanzenarten. Sie werden häufig als Streuwiesen genutzt, da hier die Gräser dominieren. Wächst die Vegetation allmählich über das Grundwasser, entwickelt sich ein Übergangs- und schließlich ein Hochmoor. Hochmoore stehen nicht mehr im Kontakt mit dem Grundwasser und werden nur durch Niederschläge gespeist, weshalb sie auch als Regenmoore  bezeichnet werden. Daher dominieren hier vor allem unterschiedliche Moosarten, welche spezielle Fähigkeiten besitzen, um nicht zu verhungern. 


Torfmoose (Georg Amann)

Sonnentau_Burtscher Bianca.PNG

Rundblättriger Sonnentau - eine fleischfressende Pflanze im Götzner Hochmoor (Bianca Burtscher)

 

In Österreich sind ca. 220 km² - das sind 0,3 % der Landesfläche – mit Mooren bedeckt. Dabei trägt Vorarlberg für den Schutz und den Erhalt von Mooren große Verantwortung, da sich hier gut ein Viertel der Moorflächen von Österreich befinden. Im Gemeindegebiet von Götzis entfallen ca. 13 % der Gemeindefläche auf Streuewiesen und ca. 21 % auf Moorflächen.

Welche Bedeutung haben Moore für den Klima-, Wasser- und Naturhaushalt? Und welcher Einfluss hat der Mensch auf die Moore? Lesen Sie dazu mehr auf den folgenden Seiten. 

 

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